Donnerstag, 8. August 2013

Deflationsgefahr in der Schweiz ist noch nicht gebannt

In der Schweiz gibt es keinen Preisdruck. Die Deflation hält an. Die Konsumentenpreise (CPI) sind im Juli auf Monatsbasis um 0,4% gefallen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat blieb das Preisniveau zum ersten Mal seit fast zwei Jahren unverändert.

Die Kerninflation (core inflation) verbuchte im vergangenen Monat einen Wert von -0,5%. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verharrt die um die schwankungsanfälligen Preise für Nahrungsmittel und Energie bereinigte Inflation bei -0,2%.

Die Preise der Importgüter sind weiterhin rückgängig. Innert Jahresfrist verzeichneten die Preise der eingeführten Güter einen Rückgang um 1,2%.



Schweiz Verbraucherpreise (Veränderungen in %) gegenüber dem Vorjahresmonat, Graph: Bundesamt für Statistik (BFS)

Die SNB erwartet für das ganze Jahr eine negative Inflationsrate von 0,3%. Für 2014 rechnen die Notenbanker mit einem Anstieg der Verbraucherpreise um 0,3%.

Die SNB hat keinen Anlass, den Mindestkurs von CHF 1,20 pro EUR aufzugeben. Die Preisstabilität bleibt wegen der deflationären Tendenzen im Euro-Raum fragil. Das Wirtschaftswachstum ist lau. Aufgrund der fallenden Preise im Ausland ist die SNB gut beraten, eine übermässige Aufwertung des CHF nicht zu zulassen.



Schweiz Verbraucherpreise: Herkunft der Güter, Graph: Bundesamt für Statistik (BFS)


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