Eine Volkswirtschaft lässt sich nicht wie ein einzelnes Unternehmen beurteilen
Immer wenn die deutsche Wirtschaft schwächelt, kehren die altbekannten Ratschläge zurück: Die Beschäftigten müssten billiger werden, länger arbeiten und weniger großzügige Arbeitsbedingungen akzeptieren. Friedrich Merz hat mehrfach behauptet, die Arbeitskosten in Deutschland seien zu hoch.
Ein aktuelles Beispiel dafür war am Mittwoch in einer Live-Sendung von Bloomberg TV zu sehen. Bettina Orlopp, Vorstandsvorsitzende der Commerzbank, beklagte sich während eines Interviews in Bangkok über die „hohen Arbeitskosten“ in Deutschland.
Doch ist diese Diagnose ökonomisch gerechtfertigt?
Heiner Flassbeck, ehemaliger Chefvolkswirt der UNCTAD, hält sie für grundsätzlich verfehlt.
Hier ist eine Übersicht über Deutschlands sektorale Finanzsalden und die grundlegende Identität:
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| (S−I) + (T−G) + (M−X) = 0, Graph: KI-gestützt erstellt, 13. Oktober 2026. |

