Das europäische BIP hat das Vorkrisenniveau noch
immer nicht erreichen können. Die Arbeitslosenquote im Euroraum liegt bei
10,8%.
Die Inflation verläuft deutlich niedriger als der
Zielwert der EZB; zum Teil sogar im negativen Bereich. Die Ungleichheit steigt
weiter. Und es gibt Unterbeschäftigung sowie ungenutzte Kapazitäten.
Die unnötige aggressive Haushaltskonsolidierung
hängt wie ein Damoklesschwert über dem Euroraum. Der Einsatz von Fiscal
Stimulus, um die deflationären Auswirkungen des anhaltenden Schuldenabbaus (deleveraging) auszugleichen, kommt aus
politischen Gründen nicht zum Einsatz.
Die am Freitag abend von Peter Praet, dem Direktoriumsmitglied
der europäischen Zentralbank (EZB) vorgelegten Folien sprechen Bände.
Die erste Abbildung zeigt, wie die
Ausgabenkürzungen in einer schwer angeschlagenen Wirtschaft die Depression
vertiefen können.
Das BIP im Euroraum, über verschiedene
konjunkturelle Phasen hinaus, im Vergleich zur US-Wirtschaft, Graph: Peter Praet, EZB in: “Monetary policy as information processing”, Nov 6, 2015






