Vítor Constâncio, EZB Vice-President erklärt am Mittwoch in einem sensationellen Interview mit FT aus London, dass die Fiscal Austerity in der Eurozone zu weit gegangen ist und drastische Auswirkungen ausgelöst hat.
Als ein konkretes Beispiel nennt Constâncio Griechenland.
Keine Institution, nicht die EU-Kommission, nicht die EZB, nicht der IWF hat es je für möglich gehalten, geschweige denn geplant, dass Griechenland BIP infolge des harschen Spardiktats um 25% schrumpfen würde, so der portugiesische Ökonom und Politiker.
Das Anpassungsprogramm sei wirklich zu hart gewesen. Und vielleicht sogar auch zu mechanisch. Denn das Programm hat den totalen Zusammenbruch von Hoffnungen und Erwartungen nicht vorhergesehen, gesteht Constâncio weiter ein.
Wow! Das ist schwer zu verdauen. Im Grunde genommen handelt es sich dabei um eine Bankrott-Erklärung der neoliberalen Agenda der EU-Behörden.
Im Übrigen: Dies ist kein Streit zwischen links und rechts, sondern ein Problem des politischen Konsenses in Europa. Die Wurzel des Übels ist die Besessenheit, den Haushalt auszugleichen, die wiederum von der dominierenden ordoliberalen/neoliberalen Ideologie herrührt.
G3 Kerninflation stellt (in absehbarer Zeit) keine Gefahr für die Preisstabilität dar, Graph: Morgan Stanley






