Die US-Notenbank hat gestern den Leitzins (Fed Funds Rate) erwartungsgemäss
unverändert gelassen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Straffung der Geldpolitik
im Dezember kommt, ist inzwischen sofort über 50% geklettert.
Janet
Yellen, Fed-Chefin hat auf der
Pressekonferenz mit Nachdruck betont, dass sie keine Überhitzung der Wirtschaft
anstrebe und deswegen eine Überschiessung der Inflation nicht dulden werde.
Bemerkenswert war vor diesem Hintergrund die
Mitteilung der japanischen Notenbank (BoJ), die zuvor nach einem zweitätigen
Treffen eine „neue Art lockere Geldpolitik“ vorgestellt hat: „quantitative
and qualitative monetary easing with yield curve control“.
(1) Zinskurvensteuerung: Die Rendite der
japanischen Staatsanleihen (JGB) soll auf Null stehen (cap). Es wird also eine Deckel darauf gesetzt: Das heisst, dass die BoJ
bereit ist, alle JGBs zu kaufen, die geboten werden.
Das Volumen der Bond-Käufe von 80 Billion JPY pro
Jahr bleibt dabei unverändert. Aber die BoJ will weniger langlaufende Anleihen
erwerben. Ziel ist, dafür zu sorgen, dass die Ertragskurve (yield curve) eine steilere Form annimmt.
Fed: Die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen (Fed Funds Rate) im Dezember erhöht
werden, Graph: FT






