Die vier Kandidaten der Republikanischen Partei schrecken davor nicht zurück, die allgemeinen Bedenken über das Haushaltsdefizit für ihre eigene politische Agenda zu verwenden.
Mitt Romney ist über Haushaltsdefizite sehr besorgt. Oder zumindest ist es, was er sagt. Denn er warnt gern davor, dass Präsidet Obamas Defizite die USA in Richtung eines Zusammenbruchs wie Griechenland führen.
Warum legt aber Romney einen Haushaltsentwurf vor, der zu viel grösseren Schulden und Defiziten führen würde als das entsprechende Vorhaben der Obama Regierung?, bemerkt Paul Krugman in seiner lesenswerten Freitagskolumne („Four Fiscal Phonies“) in NYT.
Natürlich ist Romney mit seiner Heuchelei nicht allein. In der Tat stehen alle verbliebenen vier Kandidaten der Republikanischen Partei für Vortäuschung in fiskalpolitischer Hinsicht. Die Kandidaten erlassen apokalyptische Warnungen über die Gefahren der Staatsverschuldung und setzen sich für Defizitreduzierung und verlangen brutale Kürzungen von Sozialprogrammen zu Gunsten der Mittelschicht und der Armen. Und sie verschleudern das damit gerettete Geld für Steuersenkungen für die Reichen, hebt Krugman hervor.
Und niemand sollte überrascht sein. Es lag die ganze Zeit auf der Hand, dass die die Politiker, die am lautesten über die Defizite schimpfen, die Defizit-Hysterie als Titel-Geschichte für ihr wirkliches politisches Programm nutzen, was top-down Klassenkampf ist, schildert der Träger des Wirtschaftsnobelpreises. Um es mit Romneys Worten zu beschreiben: es ist ein Vorwand, um Programme der öffentlichen Hand für die Menschen zu kürzen, die gern NASCAR (*) Veranstaltungen verfolgen, während Steuersenkungen für die Menschen, die die NASCAR-Teams besitzen, vonstatten gehen.