(Wonkish)
Die Debatte über das Thema microfoundations in der Blogsphäre setzt sich fort. Es handelt sich dabei um mikroökonomisch-fundierte Modelle (wie z.B. DSGE-Modell), die sich auf makroökonomische Modelle stützen.
Diskutiert wird zur Zeit v.a. über Vor- und Nachteile der „Mikrofundierung“ in der Makroökonomie, was in der Praxis bedeutet, Modelle zu entwickeln, welche das gesamtwirtschaftliche Verhalten von nutzenmaxierenden Individuen mit rationalen Erwartungen in Bezug auf die Handlungen rechtfertigen, erklärt Paul Krugman in seinem Blog.
Er überrasche jedoch mit seiner Beobachtung selbst New Keynesianer wie Simon Wren-Lewis unangenehm, dass der Kreuzzug für „Mikrofundierung“ nur einen einzigen Erfolg hatte: die Vorhersage der Stagflation nach einem längeren Zeitraum der hohen Inflation. Und dieser Erfolg ist mittlerweile 35 Jahre alt.
Der Träger des Wirtschaftsnobelpreises steht zu dieser Aussage, wie er hervorhebt. Was Krugman damit zum Ausdruck bringen will, ist, dass es nicht unbedingt eine Zeitverschwendung ist, mikrofundierte Modelle aufzubauen und auszuarbeiten. Im Gegenteil: Es kann eine sehr nützliche Übung sein, Ideen in einem mikrofundierten Modell einzubetten, nicht weil microfounded model richtig ist oder sogar besser als ein ad hoc model. Aber weil es einen dazu veranlasst, über die Annahmen, die man dabei trifft, härter nachzudenken und die Übung führt manchmal zu einem klareren Denken.


