Die Kosten der Krise bleiben hoch. Wenn es um die Überwachung und die Regulierung des Finanzsystems geht, ist nun inzwischen auch von makroprudentieller Regulierung die Rede. Die Idee ist, dass die Notenbanken makroprudentielle Aufsicht als Ergänzung zur mikroprudentiellen Aufsicht der Regulierungsbehörden ausüben sollen.
Die Notenbanken sollen in Kontakt mit Banken wichtige Informationen für die Aufsicht sammeln. „Die neue Lehre setzt ihren Glauben an die Fähigkeit der Regulierer, das Risikomanagement der Banken zu verbessern, lässt aber die Struktur des Bankensystems unangetastet. Aber wenn es um eine Erhöhung der Eigenkapitalanforderungen gegen risikogewichtete Vermögenswerte geht, wer gewichtet und nach welcher Methodologie?“, schreibt Robert Skidelsky in einem lesenswerten Essay („Recovery before Reform“) in Project Syndicate kritisch.


