Die unbedarfte Nutzung von Social Media ist allgegenwärtig. Damit gehen aber unter anderem auch emotionale und finanzielle Konsequenzen einher. Der letzte Schrei ist der mulmige Hinweis auf die Inflation.
Wir stossen zum Beispiel auf Twitter auf Abbildungen, die zeigen, wie stark die Geldmenge M2 in den vergangenen Jahren gestiegen ist. Die Schlussfolgerung der Protagonisten lautet öfters , dass es sich dabei um ein Anzeichen der die Ecke lauernden Inflation handelt.
Kommt nun die Hyperinflation? Nicht so schnell.
Inflation bedeutet eine allgemeine und anhaltende Erhöhung des Preisniveaus von Gütern und Dienstleistungen. Und das bedeutet eine Minderung der Kaufkraft des Geldes.
Was heisst aber Geld?
Während die Begriffe "Geld" und "Vermögen" im alltäglichen Sprachgebrauch oft dasselbe bedeuten, definieren Ökonomen Geld enger als die Komponente des Vermögens, die aus "Transaktionsguthaben" besteht. Das heißt, wenn man es verwenden kann, um Waren und Dienstleistungen zu kaufen und Schulden zu begleichen, dann wird es als Geld betrachtet, erklären David Andolfatto und Joel Steinberg auf FRED, dem Blog der St. Louis Fed.
Geld unterscheidet sich von anderen Formen des Reichtums, die erst liquidiert - d. h. in Geld umgewandelt - werden müssen, bevor ihr Wert ausgegeben werden kann. Nach dieser Definition stellen physische Währung und Girokonten Geld dar. Und in der Tat bilden diese Objekte die Definition dessen, was Ökonomen als Geldmenge M1 bezeichnen.
US Geldmenge M1 and M2 und zum Vergleich (Opportunitätskosten) Rendite der US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von einem Jahr, Graph: David Andolfatto und Joel Steinberg auf FRED, dem Blog der St. Louis Fed, Jan 22, 2021






