Es ist Wert, darüber ausführlich zu berichten, wenn zwei der profiliertesten Mitte-Links-Ökonomen Amerikas sich über die erste große innenpolitische Massnahme des demokratischen Präsidenten Joe Biden uneinig sind.
Die Rede ist von Larry Summers und Paul Krugman.
Das Thema: Der 1,9 Billionen Dollar schwere Rettungsplan für die Corona-Krise.
Summers und Krugman haben ihre Differenzen neulich in einer Videokonferenz, die von Prof. Markus Brunnermeier moderiert wurde, diskutiert.
Prof. Summers, der ehemalige Finanzminister, Direktor des National Economic Council und Harvard-Präsident, trat gegen Prof. Krugman an, den Nobelpreisträger, der früher in Princeton und jetzt an der City University of New York lehrt.
Hier ist eine interessante Abbildung, die Summers während der Video-Konferenz vorgestellt hat. Wie wir sehen, war damals - nach der GFC - das Konjunkturpaket der US-Regierung unter Barack Obama im Vergleich zur Produktionslücke (output gap) viel zu klein.
US-Wirtschaft nach der GFC 2008-2009 und nach der Corona-Krise 2020; realisierte Produktionslücke vs. fiskalischer Stimulus (realized output gap vs. fiscal stimulus), Graph: Larry Summers, Febr 2021






