Nach dem Referendum in Griechenland werden Karten
neu gemischt. Nicht ganz. Eine Tatsache muss festgehalten werden: Das Volk hat
nicht darüber abgestimmt, ob das Land in der Eurozone bleibt oder nicht.
Dennoch werden nach dem deutlichen Nein (61%) am Sonntag in den Medien Stimmen laut, dass der
sog. Grexit nun der nächste Schritt sei.
Ob immer mehr Griechen inzwischen den Grexit in Kauf nehmen, mag dahin gestellt sein. Aber Wolfgang
Münchau unterstreicht in seiner Kolumne (“Why the Yes campaign”) in FT einen wichtigen Aspekt.
Wenn Sie seit fünf Jahren arbeitslos sind, ohne
Aussicht auf einen Job, macht es keinen Unterschied, ob das Geld, das Sie
bekommen, in Euro oder Drachme denominiert ist.
Exposure der europäischen Banken in Griechenland, Graph: Morgan Stanley
Europäische Banken ihr Engagement in Griechenland
von 200 Mrd. EUR zu Beginn des Jahres 2010 auf rund 35 Mrd. EUR gegen Ende
2014 verringert.





