David Glasner (via Mark Thoma) befasst sich in seinem Blog mit der Lobhudelei, die Edmund
Phelps in einem ermüdenden Artikel („Germany
is right to ask for austerity“) in FT zu Gunsten von Austerität liefert.
Prof.
Phelps sagt uns in der britischen Wirtschaftszeitung, dass die Ursache der
Euro-Krise nicht Angela Merkels Beharren auf die Austeritätspolitik und
Arbeitsmarktreformen ist, sondern das Versagen der Regierungen am Rande der
Insolvenz, dem deutschen Vorbild nachzueifern.
Der
an der Columbia University lehrende
Wirtschaftsprofessor schreibt, dass Angela Merkel und Wolfgang Schäuble Recht
hätten, die Banken Union (bank union)
ohne Politische Union (political union)
abzulehnen. „Ohne Zähne in solchen Vereinbarungen könnten die Staaten nun berauscht
vom Wohlstand (privat und sozial) die Kredite und die Zuschüsse für die
Finanzierung von weiteren Haushaltsdefiziten und weiteren Ansprüchen verwenden
als den Weg für die haushaltspolitische Verantwortung zu glätten“.
Es
ist durchaus möglich, sogar wahrscheinlich, dass Lohnsenkungen und
Arbeitsmarkt-Liberalisierung für alle europäischen Länder von Vorteil wären.
Aber das ist nicht das Problem, hebt Glasner hervor. Frankreich und Italien
und andere EU-Länder können eigene Haushalts- und Arbeitsmarkt-Politik wählen.
Diese Entscheidungen implizieren Kosten und Folgen. Höhere Steuern und
unproduktive Staatsausgaben werden tendenziell Wachstumsrate drücken.
