Die Ablehnung des fiskalpolitischen Ansatzes für
die makroökonomische Stabilisierung scheint ein wesentlicher Teil des Market
Monetarism (MM) zu sein.
Das ist die Schlussfolgerung, die Tony Yates, der das Geschehen über
Twitter und in der Blogosphäre beobachtet, in seinem Blog präsentiert.
Der an der University
of Birmingham in Grossbritannien forschende Wirtschaftsprofessor fasst die
Ideen, die dahinter stecken, zusammen. Auch wenn die Liste unvollständig sein
mag, lohnt sich für Neugierige ein Blick darauf. Und Yates legt anschliessend
eine lesenswerte Widerlegung der einzelnen Aspekte des MM-Standpunktes dar.
Auch Simon
Wren-Lewis schaltet sich in seinem Blog aus aktuellen Gründen in das Thema ein und bemerkt, dass es nicht MM’s
Hauptargument ist, dass die Fiskalpolitik keinen Auswirkungen auf die Nachfrage
und damit die Output hat, sondern dass die Geldpolitik diese Effekte immer
ausgleichen kann.
Der an der Oxford
University lehrende Wirtschaftsprofessor nennt es “monetary offset”-Argument. Und es ist tatsächlich ein wesentlicher
Bestandteil der keynesianischen Einwände gegen die Austeritätspolitik in einer
Liquiditätsfalle.
Kontraktive Fiskal Politik versus reales
BIP-Wachstum, Graph: Simon Wren-Lewis
Es gibt einen eindeutigen negativen Zusammenhang
zwischen dem Ausmass der Gürtel-enger-schnallen Politik und dem realen
BIP-Wachstum



