Dienstag, 30. Dezember 2025

Shared Prosperity in a Fractured World

Buchbesprechung

Dani Rodrik: «Shared Prosperity in a Fractured World» – A New Economics for the Middle Class, Princeton University Press, 2025, London and New Jersey.


Die Zukunft der Weltwirtschaft hängt davon ab, wie wir drei miteinander verknüpfte Herausforderungen bewältigen: den Klimawandel, den Wiederaufbau der Mittelschicht und die Reduktion globaler Armut. 

Dies ist der leitende Gedanke von Dani Rodriks neuem Buch Shared Prosperity in a Fractured World.

Rodrik argumentiert, dass das bisherige Wachstumsmodell an seine strukturellen Grenzen gestoßen ist. Historisch gingen Produktivitätsfortschritte mit steigender Beschäftigung einher: neue Maschinen erhöhten die Produktion, Unternehmen expandierten, Arbeitsplätze entstanden. 

Dieses Muster ist in der modernen Fertigungsindustrie zerbrochen. Robotik, Software, KI-gestützte Logistik und vollautomatisierte Produktionslinien steigern heute die Wertschöpfung – bei sinkendem Arbeitskräftebedarf. Das ist kein zyklisches Phänomen, sondern ein dauerhafter Trend.

Die Konsequenz ist zentral für Rodriks Argument: Eine funktionierende „Good Jobs Economy“ kann nicht länger primär auf das verarbeitende Gewerbe setzen. Sie hängt entscheidend davon ab, ob es gelingt, Produktivität, Qualität und Bezahlung in arbeitsintensiven Dienstleistungen zu erhöhen – dort, wo der Großteil der heutigen und zukünftigen Beschäftigung entsteht.

Freitag, 26. Dezember 2025

Why Germany’s Exports to China Are Shrinking

The Macro Implication for Germany: External Demand Is No Longer a Given


Torsten Sløk, Apollo Global presents a striking chart: 

Germany’s exports to China have declined relative to GDP, while China’s exports to Germany have remained stable relative to GDP.

This is a highly informative asymmetry, and it tells us much more about Germany’s growth model and China’s industrial trajectory than about short-term trade cycles.

It is a one-sided erosion: Germany is losing China as a growth outlet; China is not losing Germany.

This is not primarily about geopolitics or tariffs. The deeper drivers are structural.

Germany’s exports to China have declined relative to GDP (below 2%), while China’s exports to Germany have remained stable relative to GDP, Graph: Torsten Sløk, Apollo Global, Dec 24, 2025.