Die jüngste Entwicklung am Markt für
Staatspapiere versetzt Beobachter in Verwunderung: Die Rendite der
US-Staatsanleihen mit 10 Jahren Laufzeit ist den sechsten Tag in Folge (heute
nicht mitgezählt) gefallen. Das ist insofern erstaunlich, als die Fed am 16.
Dezember 2015 die Zinsen angehoben hat, zum ersten Mal seit 2006.
So eine „Gewinnserie“ (d.h. steigende Bond-Preise bzw.
fallende Renditen) gab es zuletzt vor genau 12 Monaten, wie Bloomberg meldet.
Aufgrund der zunehmenden Turbulenzen am
chinesischen Aktienmarkt scheinen Marktteilnehmer nun die Nachfrage nach
sichersten Vermögenswerten wieder hochzutreiben. Und prompt ist die
Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung in den nächsten Monaten durch
die Fed von 56% auf 43% gesunken.
Die Renditen entlang der Ertragskurve (yield curve) der US-Staatsanleihen (safe-haven) mit Laufzeiten von 2 bis 30
Jahren liegen heute tiefer als vor der Zinserhöhung der US-Notenbank im
Dezember.
Verlauf der Rendite der US Treasury Bonds mit 10
Jahren Laufzeit, Graph: Bloomberg




