Anleger sehen Licht am Ende des Tunnels und reagieren mit Aktien- und Anleihe-Verkäufen. Der Auslöser ist das von Joe Biden vorgestellte und vom Senat am Samstag verabschiedete Corona-Hilfspaket (American Rescue Plan) im Umfang von 1,9 Billionen USD.
Der Rückgang der Aktienpreise in der dritten Woche in Folge belastet auch die Kursentwicklung auf den Anleihemärkten.
Die Rendite der US-Treasury Bonds mit 10 Jahren Laufzeit ist mittlerweile auf mehr als 1,60% gestiegen. Der Anstieg der Renditen von Staatsanleihen sorgt aber für Aufregung. Es geht um Inflationsangst.
Der Fed-Vorsitzende Jay Powell hat gesagt, dass er zwar einen Anstieg der Inflation erwarte, wenn die Wirtschaft wieder anspringt. Aber er hat zugleich betont, dass die Fed nicht die Absicht hätte, ihren Kurs zu ändern, da niedrige Zinsen und Anleihekäufe weiterhin notwendig sein werden, um die laufende Erholung der Wirtschaft zu unterstützen.
Auch die Finanzministerin Janet Yellen spielte jegliche Bedenken herunter, dass der jüngste Anstieg der Renditen der Staatsanleihen die Erwartungen für einen übermäßigen Ausbruch der Inflation widerspiegelt.
"Ich sehe nicht, dass die Märkte erwarten, dass die Inflation über das 2%-Ziel der Federal Reserve steigen wird", sagte Yellen am Freitag in einem Interview mit PBS NewsHour. "Die langfristigen Zinssätze sind etwas gestiegen - aber hauptsächlich, denke ich, weil die Marktteilnehmer eine stärkere Erholung sehen."
Die Rendite 10-jähriger amerikanischer Staatsanleihen, Graph: Bloomberg, 06 März 2021






