Mannomann!
Brad DeLong schreibt in
seinem Blog (ein Schlichtungsversuch?), dass es unfair sei, dass Keynesianer sich über die Menschen, die sich für die Austeritätspolitik einsetzen, lustig machen, indem sie von „confidence fairy“ (
Vertrauen Fee) reden, während sie selbst ähnliche Aussagen in Bezug auf die Verschiebung von Erwartungen machen.
DeLong bezieht sich auf die
Argumente, die vor allem von Krugman (aber auch von z.B. Olivier Blanchard,
Greg Mankiw usw.) vorgetragen werden, dass die Fed und andere Notenbanken die
Erwartungen im Hinblick auf die Inflation in Zukunft erhöhen sollen, damit die
Wirtschaft aus der liquidity trap (
Liquiditätsfalle) kommt.
Es gibt aber zwei entscheidende
Unterschiede zwischen den Ökonomen, die mit „Vertrauen Fee“ argumentieren und
den Verfechtern der „expansiven Austerität“.
Paul Krugman erläutert in
seinem Blog, dass es (1) darum geht, dass
eine Hoffnung (Erhöhung der Inflationserwartungen) einem Plan (
expansive austerity) gegenüber steht.
Krugmans Argument ist
dahingehend, dass die Fed, die Bank of Japan usw. eine höhere Inflation
anstreben sollen, in der Hoffnung, dass es hilft. Aber es ist eine Hoffnung.
Und währenddessen sollen die Forderungen nach Fiscal Austerity
(Haushaltskonsolidierung mitten einer schwer angeschlagenen Wirtschaft)
bekämpft werden. Zudem bedarf es mehr Stimulus.
Die Anhänger der expansiven
Austerität setzen (oder setzten bisher) auf den vermeintlichen Anstieg des
Vertrauens, um zu vermeiden, was sonst in schreckliche Rezessionen endet,
welche tatsächlich verwirklicht sind.