Volkswirtschaftliche
Lehrbücher beschreiben mit Mikrofundierung
(microfoundations) die
mikroökonomische Fundierung der makroökonomischen Modelle, die das besondere
Augenmerk auf das einzelwirtschaftliche Maximierungsverhalten
(Nutzenmaximierung der privaten Haushalte und der Gewinnmaximierung der
Unternehmen) richten und daraus makroökonomische Verhaltensgleichungen
herleiten.
Brad DeLong wundert sich etwas in seinem Blog, wie es dem neukeynesianischen Modell gelungen ist, trotz seiner vielen
empirischen Mängel das Arbeitspferd der modernen Makroökonomie zu werden.
Der an der California University, Berkeley lehrende
Wirtschaftsprofessor sagt aber, dass seine Frage eng mit der Frage
zusammenhänge, warum mikrofundierte Modelle, von denen wir wissen, dass sie
mangelhaft sind, trotzdem Modellen, die versuchen, das Aggregationsproblem zu
lösen, vorgezogen werden.
Simon Wren-Lewis nimmt die Frage gern an und versucht in seinem Blog darauf zu antworten, warum mikrofundierte Modelle so vorherrschend sind.
Vorerst legt er dar, dass es sich dabei um eine methodische Frage handelt, und
zwar über die relative Bedeutung der „internen“ (theoretisch) versus „externen“
(empirisch) Konsistenz.
