
Output Gap and Inflation, Graph: CBT, July 29, 2009
Die türkische Zentralbank (CBT) hat darauf mit allmählichen Zinsschritten reagiert. Flankiert von fiskalpolitischen Massnahmen haben die türkischen Währungshüter ihre Leitzinsen seit November 2008 um insgesamt 850 Basispunkte gesenkt. Obwohl die aktuellen Daten auf eine partielle Erholung der inländischen Nachfrage hindeuten, bleiben die Anspannungen an den Kreditmärkten bestehen und die Schwäche im Arbeitsmarkt hält an, so die CBT in einer Pressemitteilung von heute. Die externe Nachfrage bleibt schwach und die Frühindikatoren zeigen, dass die Erholung im Euroland "kraftlos“ und „schleppend“ vonstatten geht. Die Nachfrageschwäche und die niedrige Kapazitätsauslastung dürften daher laut CBT weiter auf der Realwirtschaft (Investitonen und Beschäftigung) lasten. Die Auswirkungen der Wechselkursentwicklung auf die Input Kosten werden ferner seit dem vierten Quartal 2008 durch den Rückgang der Einfuhrpreisen ausgeglichen. Selbst wenn die Zinsen für eine verlängerte Zeitperiode niedrig blieben, werde sich die Produktionslücke (output gap) nach revidierten Prognosen in den nächsten zwei Jahren nicht schliessen können. Der fiskalpolitischer Ausblick wird jedoch für die geldpolitische Strategie der CBT ein entscheidender Input sein, heben die Währungshüter hervor.
Fazit: Die CBT sieht noch Spielraum für weitere Zinssenkungen. Die Leitzinsen dürften zumindest bis 2010 auf niedrigem Niveau verharren.

Energy and Food Prices, Graph: CBT, July 29, 2009
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