Samstag, 18. Februar 2017

Deutschland hat den Löwenanteil am EZB Gewinn

Die EZB hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von 1,19 Mrd. EUR erwirtschaftet.

Das entspricht einem Zuwachs von 111 Mio. EUR im Vergleich zum Jahr 2015.

Der Gewinn geht hauptsächlich auf die Zinserträge aus dem Anleihekaufprogramm und die Erträge auf Fremdwährungsreserven zurück. 

Aber auch die Einnahmen aus der Bankenüberwachung belaufen sich auch 382 Mio. EUR.

Die Bilanzsumme der EZB ist um 36% auf 349 Mrd. EUR (2015: 257 Mrd. EUR) gestiegen.

Die EZB überweist den Überschuss vollständig an die 19 nationalen Zentralbanken.

Der Löwenanteil entfällt auf die deutsche Bundesbank, dem Kapitalanteil der Bundesbank (26%) entsprechend; rund 300 Mio. EUR.


Wie der Gewinn der EZB verteilt wird, Graph: EZB

Freitag, 17. Februar 2017

Bilanzsumme der Fed aus Sicht der öffentlichen Finanzen


Vor dem Ausbruch der globalen Finanzkrise hat sich die Bilanzsumme der Fed auf weniger als 1'000 Mrd. USD belaufen. 

Die meisten Vermögenswerte der Fed bestanden aus kurzfristigen US-Staatspapieren. Die US-Notenbank hat sie mit dem im Umlauf befindlichen Geld gekauft. 

Seit 2008 ist die Bilanzsumme der Fed auf 4'500 Mrd. USD angestiegen. Und es sind mittlerweile die langfristigen US-Staatspapiere (UST) und die mit Hypotheken besicherten Anleihen (MBS: mortgage-backed securities), die die Zusammensetzung der Vermögenswerte (assets) der Fed ausmachen. 

Die meisten dieser Anlagen wurden gegen Reserven, die bei der Fed hinterlegt werden, gekauft.

Wenn man betrachtet, dass das US-BIP einen Wert von rund 19'000 Mrd. USD (2016) hat, erscheint die Bilanzsumme der Fed mit 4'500 Mrd. USD als sehr gross.

Nachdem die Fed begonnen hat, anzudeuten, die Zinsen im Verlauf dieses Jahres schrittweise anzuheben, rückt auch die Grössenordnung der Fed-Bilanz in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses.

Ben Bernanke hat neulich in seinem Blog unterstrichen, dass die Fed die gegenwärtige Grössenordnung ihrer Bilanzsumme auf die lange Sicht beibehalten soll.

Die Bilanzsumme der Fed soll demnach mehr oder weniger im Verhältnis zum nominalen BIP wachsen.

Zusätzlich zu den Aspekten, die vom ehemaligen Fed-Chef ausgeführt werden, gibt es auch ein Argument für die öffentlichen Finanzen, um die Grössenordnung der Fed-Bilanz beizubehalten, um z.B. den Inflationsauftrag zu erfüllen, schreibt David Andolfatto in seinem Blog.


Gewinnausschüttung durch die Fed an das US-Schatzamt, Graph: David Andolfatto

Mittwoch, 15. Februar 2017

Basis Effekt und Inflation im Euroraum

Die jährliche Inflation im Euroraum im Januar ist nach einer ersten Schnellschätzung des eurostat um 0,7% auf 1,8% gestiegen.

Die Mitteilung hat unter denjenigen, die sich Sorgen machen, dass die Inflation ausser Kontrolle geraten kann, eine tiefe Bestürzung ausgelöst. 

Doch fast die Hälfte der Veränderungsrate ist laut Berechnungen der EZB auf den sog. Basiseffekt (base effect) zurückzuführen.

Die Höhe der Teuerungsrate eines bestimmten Monats hängt nicht nur von der aktuellen Preisentwicklung ab, sondern auch von Preisniveaus des Vorjahres.

„Gab es in der vergleichbaren Vorjahresperiode einen (vorübergehenden) starken Preisanstieg, so wird die aktuelle Teuerungsrage tendenziell niedriger, gegebenenfalls auch rückläufig ausfallen“, erklärt destatis.

Der einmalige Effekt fällt, ein Jahr später, aus der jährlichen Teuerungsrate heraus, wie die EZB im Econ Bulletin Issue 1/2017 unterstreicht.


Der starke Anstieg der Energiepreise sind für den gegenwärtigen Anstieg der Inflation im Euroraum verantwortlich, Graph: EZB in Econ Bulletin Issue 1/2017

Dienstag, 14. Februar 2017

EU-Fiskalpakt und Arbeitslosigkeit in Europa


Gemäss Schätzungen von Eurostat waren im Dezember 2016 in der EU28 insgesamt 20 Millionen Männer und Frauen arbeitslos, davon 15,5 Millionen im Euroraum.

Die Arbeitslosenquote im Euroraum ist mit 9,6% immer noch sehr hoch. Das deutet darauf hin, dass Investitionen und Ausgaben nicht ausreichen, um die Arbeitslosen zu beschäftigen. 

Es ist offensichtlich, dass Haushaltskonsolidierung dabei nicht helfen kann. Die Situation würde durch die Kürzung der Staatsausgaben einfach nur noch verschlimmert.

Der Privatsektor ist pessimistisch eingestimmt. Während private Haushalte auf den Konsum verzichten, weil sie kein reales Lohnwachstum erleben, halten sich Unternehmen angesichts der anhaltenden Nachfrageschwäche mit Investitionen zurück. Die zusätzliche Nachfrage nach Arbeitskräften ist daher beinahe null.

Doch die EU-Kommission legt im am Montag präsentierten „Winter 2017 Economic ForecastFrankreich nahe, sofortige Sparmassnahmen (fiscal austerity) zu ergreifen, weil das Haushaltsdefizit im Jahr 2018 auf 3,1% des BIP zu steigen drohe, falls inzwischen nichts unternommen werde, wie FT aus London berichtet. 



Frankreich muss aufpassen, dass das Haushaltsdefizit nicht auf 3,1% des BIP steigt, warnt die EU-Kommission, Graph: FT

Sonntag, 12. Februar 2017

Kurzfristige Ausrichtung von Unternehmen und Wirtschaftswachstum

Es ist augenscheinlich, dass kurzfristiges Unternehmensdenken ein Nebenprodukt der Ära der sog. „Great Moderation“ ist. 

Gemeint ist die extrem kurzfristige Orientierung von Managern und Finanzakteuren im Markt. 

Es besteht mittlerweile kein Zweifel daran, dass exzessiv kurzfristiges Denken und Handeln von Unternehmen bzw. von CEOs eine der möglichen Ursachen der finanziellen Instabilität ist.

Bemerkenswert ist vor diesem Hintergrund eine von McKinsey Global vorgelegte neue Studie, in der die Frage, ob die Unternehmen systematisch Kurzsichtigkeit (short-termism) an den Tag legen und damit langfristig zu wenig investieren.

Im Ergebnis halten die Autoren der Analyse fest, dass die Unternehmen mit einer langfristigen Perspektive in Sachen Beschäftigungswachstum und Shareholder-Rentabilität deutlich besser abschneiden.

Die Kriterien, die McKinsey Global dazu Grunde legt, sind, Ideen, überzeugende Strategien, Management-Team usw. Unternehmen, die sich von short-termism nicht abhalten lassen, investieren stark, suchen nach mehr Umsatz und kaufen im Markt limitiert Aktien zurück.


Unternehmen mit langfristigem Denken und Handeln tragen mehr zu Beschäftigung bei und fördern die Produktion als Unternehmen, die sich kurzfristig orientieren, Graph: McKinsey Global in: "Where companies with a long-term view outperform their peers", Februar 2017.

Samstag, 11. Februar 2017

Speculation


Buchbesprechung

Stuart Banner: Speculation – A History of the Fine Line Between Gambling and Investing, Oxford University Press, New York, Oxford, 2017.

Was ist der Unterschied zwischen Spekulation und Investment? Im 19. und 20. Jahrhundert waren die Gerichte bzw. Richter, Rechtsanwälte und Gesetzgeber dafür zuständig, über die Frage zu befinden, ob es sich bei einer Finanztransaktion um eine Spekulation oder eine Investition gehandelt hat.

Die weise-Man-Regel („the prudent man rule“) stand im Vordergrund, die für die Treuhänder galt:

Eine Investition dient der Sicherung eines Einkommens für die Begünstigten, während die Spekulation zur Realisierung eines Gewinns aus der Transaktion dient, erklärte der Richter einst.

Doch eine Anzahl von Umständen konnte eine Investition in die verbotene Kategorie von Spekulation geraten lassen. Eine Investition mit geliehenem Geld (leverage) war z.B. eine reine Spekulation. Die Grenze zwischen Investition und Spekulation wurde im Verlauf der Geschichte aufgrund von einigen bestimmten Aspekten dauernd verschoben (kurzfristige Sicht vs langfristige Sicht, inflation, Portfolio-Diversifizierung, skill & diligence des Treuhänders usw.).

Einer breit vertretenden Ansicht nach war die übermässige Spekulation die unmittelbare Folge der Deregulierung der Finanzmärkte. Zitiert werden heute in diesem Zusammenhang u.a. die Abschaffung des Glass-Steagall Act.

Stuart Banner hingegen vertritt in seinem neuen Buch die Meinung, dass es die Ära „Great Moderation“ war, die zu einem geistigen Klima beigetragen hat, welches für die Deregulierung der Finanzmärkte empfänglich war.

Freitag, 10. Februar 2017

Griechenlands Charts und Depression


Das ist der Chart, der auf Twitter vergangene Woche am meisten zur Schau gestellt wurde.

Die Abbildung zeigt den Stand des Griechenland-Dramas im Vergleich zu anderen Wirtschaftskrisen in der Geschichte.

Der IWF verdeutlicht mit dem Chart die Depression, die Griechenland plagt. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die EU die Verantwortung dafür trägt.

Austerität ist eine gefährliche Idee und sie funktioniert (immer noch) nicht. 

Unter der Austerität ist Athens Verschuldung nicht gesunken, sondern gestiegen.

Der Grund ist der sog. „Nenner-Effekt“: Die Schuldenstandquote (debt-to-GDP) ist ein Bruch. Auf dem Zähler stehen die Schulden, und auf dem Nenner wird die Wirtschaftsleistung (gemessen am BIP) angegeben.

Schrumpft die Wirtschaft, wird der Bruch grösser. Das BIP sinkt, weil die Ausgaben gekürzt werden. Die Verschuldung wird am Schluss grösser.

Der Staat funktioniert nicht wie ein Unternehmen. Werden die Ausgaben gekürzt, fallen die Einnahmen.


Griechenland-Drama: in Depression via Austerität, Graph: IMF in: Greece 2017 Art IV Consultation

Mittwoch, 8. Februar 2017

Anti-Euro Politik und Redenomination-Risiko

Die französische rechtsextreme Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen hat neulich versprochen, das Land vom EUR herauszubringen, wenn sie im Mai die Wahl gewinnen sollte. Das würde eine Umstellung der französischen Staatsschulden in Höhe von 2'000 Mrd. EUR bedeuten.

Auch die Anti-Euro Fünf-Sterne-Bewegungspartei in Italien hat kürzlich vorgeschlagen, den EUR aufzugeben und alle ausstehenden Staatsanleihen im Wert von 2'200 Mrd. EUR des Landes wieder auf Lira umzustellen.

Vor diesem Hintergrund rückt das Thema „redenomination risk“ wieder ins Zentrum des Geschehens im Euroraum.

Seit Anfang des Jahres 2013 enthalten alle Staatsanleihen, die in der Eurozone ausgegeben werden, eine kollektive Handlungsklausel, die sog. CAC (collective action clauses).

Die Klausel besagt, dass die Vertragsbedingungen (einschliesslich Währung) einer Staatsanleihe nur mit Zustimmung von 75% der Gläubiger (supermajority of bondholders) neu bestimmt werden dürfen. 

Das Ziel ist, zu unterbinden, dass ein kleiner Teil der Gläubiger gegen den Willen und auf Kosten der Mehrheit eine Lösung verhindert.

Allerdings beinhalten ältere Schuldtitel, die vor der Krise in der Eurozone emittiert wurden, keine Umschuldungs-Klausel. Theoretisch bedeutet dies, dass die Währung solcher Anleihen ohne Zustimmung der Anleihegläubiger geändert werden kann.


Euro Staatsanleihen im Euroraum mit CAC und ohne CAC, Graph: FT

Dienstag, 7. Februar 2017

Wohin steuert die neue US-Wirtschaftspolitik?

Was hat Donald Trump im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahl versprochen? Was ist in den vergangenen zwei Wochen seit seiner Amtsübernahme passiert?

Zur Erinnerung: Nach der Wahl hat uns die Wall Street darauf hingewiesen, dass enorme Ausgaben für die Infrastruktur und Steuersenkungen für Unternehmen im Zentrum der neuen US-Wirtschaftspolitik stehen würden.

Es war sogar vonreactionary Keynesianism“ die Rede. 

Gibt es einen versteckten Plan? Nein, schreibt Paul Krugman in seinem Blog: Es kommt nicht zu signifikanten Ausgaben in die Infrastruktur.

Tatsächlich beginnen Wall Street-Ökonomen angesichts der einschränkenden Aktivitäten in Sachen Handel und Immigration, Besorgnisse zu äussern.

Goldman Sachs beispielsweise bemerkt, dass die „Bilanz der Risiken“ nach eigener Einschätzung etwas weniger positiv ist. Und die Analysten der US-Investmentbank zitieren dazu drei Hauptgründe für den vorsichtigen Ton.



Einsatz von expansiver Fiskalpolitik in einer Wirtschaft bei Vollbeschäftigung hat selten Beispiele, Graph: Morgan Stanley

Montag, 6. Februar 2017

Überschuss im Aussenhandel und Schuldenbremse im Inland

Peter Navarro hat nicht ganz Unrecht, schreibt Wolfgang Münchau in seiner Kolumne bei FT am Montag.

Im vergangenen Jahr ist Deutschlands Leistungsbilanzüberschuss auf 9% des BIP gestiegen. Das ist weltweit der grösste Wert in absoluten Zahlen.

Warum hat aber die deutsche Wirtschaft einen so hohen Überschuss? 

Die oberflächliche Antwort ist, dass Deutschland nicht mehr eine eigene Währung hat und somit keinen nominalen Wechselkurs anpassen muss, argumentiert Münchau.

Die Aussage schlägt jedoch fehlt, die zugrundeliegende Dynamik zu erklären: Berlin hat nämlich während der Krise eine strikte Austerität-Politik für die gesamte Eurozone vorgeschrieben und für sich einen ausgeglichenen Haushalt verordnet.

Dem öffentlichen Sektor wurden damit die Hände gebunden, mit deficit spending den Überschuss im privaten Sektor auszugleichen.

Die Wurzeln des strukturellen Überschusses Deutschlands liegen in der Kombination von harschen Fiskal-Regeln und einer Währung, die aufgrund eines inkompetenten Krisenmanagements der Eurozone schwach tendiert, erläutert Münchau weiter.


Deutschland: Leistungsbilanzüberschuss, Graph: EU Commission in: Country Report Germany 2016, Febr.

Samstag, 4. Februar 2017

Warten auf die Inflation aus dem Zylinder


Die wichtigste Datenmeldung war diese Woche die Schnellschätzung der Inflation im Euroraum.

Wie Eurostat am Dienstag mitgeteilt hat, wird die jährliche Inflation im Euroraum im Januar 2017 auf 1,8% geschätzt, gegenüber 1,1% im Dezember 2016.

Damit ist die Inflation (headline inflation) zwar den zweiten Monat in Folge angestiegen. Aber die Kerninflation (core inflation) lag bei 0,9% (jährlich).

Das war sicherlich ein Rückschlag für die Erwartungen, dass die der Inflation im Euroraum zugrunde Entwicklung Anzeichen von einem weiteren Anstieg zeige.

Vor dem Hintergrund der davor veröffentlichten Inflationsdaten aus Deutschland und Spanien für Dezember wurden damit Hoffnungen zerschlagen, dass die Inflation abhebt.



Der vom Markt erwartete Verlauf der Ertragskurve im Euroraum; es dauert noch 7 Jahre, bis die Inflation den Zielwert der EZB erreicht, Graph: Morgan Stanley

Freitag, 3. Februar 2017

Trump, Deutschland und Euro

Peter Navarro, ein Berater des US-Präsidenten Donald Trump hat in einem Gespräch mit FT aus London gesagt, dass Deutschland den „stark unterbewerteten“ EUR nutzt, um die USA und die EU-Partner auszubeuten. 

Deutschland sei eine der wichtigsten Hürden für ein US-Handelsabkommen mit der EU, so Navarro weiter.

Zur Erinnerung: Trump hat neulich die EU als ein Gefährt für Deutschland bezeichnet.

Abgesehen davon, dass es kein gutes Ziel aus Sicht der US-Wirtschaftsdiplomatie ist, liegt Navarro leider richtig, schreibt Paul Krugman in seinem Blog bei NYTimes dazu.

Warum?

Deutschland hätte ohne EUR sicherlich keine unterbewertete Währung. 

In der folgenden Abbildung zeigt Krugman den Verlauf der deutschen Preise (gemessen am BIP-Deflator) seit der EUR-Einführung im Vergleich zum Verlauf der Preise in Spanien. Spanien ist hier als Proxy für das gesamte Südeuropa zu verstehen.



Der Verlauf der Preise in Deutschland im Vergleich zum Verlauf der Preise in Südeuropa (gezeigt am Beispiel von Spanien als Vertreter für den Rest der Region), Graph: Paul Krugman im Blog NYTimes

Mittwoch, 1. Februar 2017

Brüssel & Berlin und Rest der Eurozone


Brüssel und Berlin erheben seit dem Ausbruch der globalen Finanzkrise von 2008 (GFC) im Wesentlichen zwei Vorwürfe an den Rest der Eurozone:

Mikroökonomisch: Der Mangel an Wettbewerbsfähigkeit.

Makroökonomisch: Das hohe Haushaltsdefizit.

Zum ersten Vorwurf: Die Länder mit Leistungsbilanzdefizit sollen Strukturreformen durchführen wie Deutschland es in den 1990er Jahren gemacht hat.

Der Denkfehler dabei ist, dass die Länder in der Eurozone nicht mehr abwerten können, um Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, weil sie nicht über ihre eigene Landeswährung verfügen, sondern den Euro haben. 

Deswegen werden sie gezwungen, eine „internal devaluation“ durchzuführen; d.h. Lohnkürzungen und Sozialabbau. Wenn die Löhne aber gekürzt werden, fällt die Nachfrage und die Unternehmen halten sich mit Investitionen zurück. Die Arbeitslosigkeit steigt.

Andererseits ist die Wettbewerbsfähigkeit ein relatives Konzept. Nicht alle können gleichzeitig wettbewerbsfähiger werden. Die Ausgaben des einen sind die Einnahmen des anderen. 

Nicht zu verwechseln mit der Produktivität. Wer produktiver wird, wird nicht notwendigerweise auch wettbewerbsfähiger. 


Die Finanzierungssalden der Sektoren in der deutschen Wirtschaft, Graph: FT